Historische

Literatur zur Geschichte der näheren Heimat – erschließt den Interessierten den Zugang zur Vergangenheit. Ein beachtliches Angebot liegt in der Reihe „Agaer Geschichte und Geschichten“ Heft 1 bis Heft 10 vor. Was bisher fehlt ist eine wissenschaftliche Untersuchung zur Dorfgemeinde und ihre Verfassung im Territorium. Dies im Rahmen der o.g. Heftreihe zu leisten übersteigt die Möglichkeiten des Verfassers der Heftreihe. Auf der Suche nach wissenschaftlich begründeter Literatur zur Schließung dieser Lücke wurde der Dieter Winkler auf eine interessante Neuerscheinung aufmerksam.

Foto: Musterbetrieb  Max Vogel - Kleinaga Kammergut bis 1945

Nach der Errichtung der Weideberieselungsanlage „Schleifenacker“ Kleinaga in den 1920er Jahren (heutige Wohnanlage „Schleifenacker“) wurde vom Kammergutspächter Max Vogel mit weiteren Grundbesitzern aus Kleinaga ein „Wasser- und Bodenverband (Ackerberegnungsanlage)“ gegründet.

Das Projekt umfasst eine Beregnungsfläche von 75 Hektar; 40 Hektar Rübensamen die mit 120 mm und 35 Hektar Getreide die mit 30 mm Wassergabe beregnet wurden. Es sollte eine voll bewegliche Beregnungsanlage werden. Der Antrieb der Hochdruckpumpe mit einer Leistung von 80 cbm (80.000 Liter/h) erfolgt durch den auf dem Kammergut Kleinaga vorhandenen Lanz-Bulldogg von 30 PS. Die vorgesehene Beregnungsfläche befand sich rechts und links der Kleinagaer Brücke bis zur Kreuzung Strandbad-Lessen-Großaga (Lessener Str.) und erstreckte sich hinter dem Strandbad entlang bis über Reichenbach hinaus.

Das Wappen von Aga

Heraldik, Blasonierung

Der Ortsteil Aga gehört zur Stadt Gera und besteht aus den Orten Reichenbach, Seligenstädt, Lessen, Kleinaga und Großaga.

Die 3 Wappenelemente:

  • Der Ortsteil führt als zentrales Heroldsbild im Wappen einen wachsenden goldenen, rot bewehrten und bekrönten Löwen. Dieses Motiv verweist auf die jahrhundertelange Zugehörigkeit der Gemeindzeu zum Fürstentum Reuß. Auch in der heutigen Zeit gehören noch Teile der Gemeindeflur den Nachkommen der Reuß.
  • Der blaue Wellenbalken ist ein redendes Element für den Ortsnamen. Aga kommt der Überlieferung nach von dem lateinischen Wort "Aqua", was im deutschen "Wasser" heißt. Wasser ist auch in der Gemeinde reichlich vorhanden. Neben dem Bach Aga existiert in der Gemeinde auch ein See, der ein bekannter Erholungsort der Region ist.
  • Der untere rote Schildfuß steht symbolisch für den im 19. Jahrhundert weltbekannten Tonabbau in Aga. Die Farben des Tones gingen von sattem Rot bis zum hellen Gelb, was in der Wappentingierung reflektiert wird.

In Ihrer Sitzung vom 07.01.1993 wurde durch die Gemeindevertretung Aga die Wappenbestandteile Reuß'scher Löwe, Bach Aga und Roter Ton Agas beschlossen. Mit dieser Grundlage wurde das Wappen im April 1993 von der STUDIO F GbR Frank Diemar, Frank Jung, Michael Zapfe aus Erfurt entworfen und der Gemeinde zur Nutzung übergeben.

 

Die Gemeindefahne

Aus dem Wappen wurde die Gemeindefahne heraldisch korrekt abgeleitet. Sie trägt das Ortswappen und ist hälftig mit gelb-blauem Hintergrund aufgeteilt. 

 

Urheberrechtshinweis: Das alleinige Nutzungsrecht liegt allein bei der Gemeinde Aga. Nur die Gemeinde ist berechtigt Dritten Nutzungsrechte einzuräumen. Jede Änderung, weder im Original noch bei der Reproduktion sowie jede Nachahmung, auch von Teilen oder Details sind unzulässig.

Der ehemalige Schwimmmeister des Strandbades, Herr Wilfried Krause, erzählt aus seinen Erinnerungen

Zu den wenigen nach der Wende erhaltenen Einrichtungen gehört unser Standbad und zu den am längsten im Strandbad tätigen Schwimmmeistern gehört Herr Wilfried Krause.

Über die „Wochenpost“ erfuhr der gebürtige Naumburger vom Stellenangebot und bewarb sich beim damaligen Rat der Gemeinde. Er wurde eingestellt und begann seine Tätigkeit am 6.5.1974, die er bis 16.7.1988 (mit zwei Jahren Unterbrechung als Erzieher im VEG) ausübte.

Am Anfang, so erzählte er mir, war es gar nicht so einfach, sich als 21jähriger, besonders bei den Jugendlichen durchzusetzen. Sein Name war ja in Aga noch nicht bekannt. So erhielt er einmal Post, die an den Bademeister von Aga adressiert war - und ankam! Durch die Ausbildung und den Einsatz von Rettungsschwimmern bekam er aber schnell Kontakt zur Jugend. Das war auch nötig, denn die Besucherrekorde lagen in seiner Amtszeit bis zu 100.000 pro Saison und 15.000 am Wochenende.